M1: späte Entscheidung im BOL-Derby

In einem bis zuletzt spannenden Handballderby gegen die dritte Mannschaft des TSV Friedberg hat am Ende der Kissinger SC mit 24:23 (11:12) hauchdünn die Nase vorn. Bene Lohse im Kissinger Trikot markierte dabei den ersten Treffer und, viel wichtiger, den letzten Treffer fünf Sekunden vor Schluss.

Zu Beginn hatte Friedberg leichte Vorteile, vor allem ihr Schlussmann Dani Eberle sicherte wichtige Bälle. Kissing ließ sich aber nicht abschütteln und setzte über Philip Zechmann und Toto Schneider aus dem Rückraum nach. Mehr als der zwischenzeitliche Ausgleich war für die Kissinger aber nicht drin, Grund dafür war einmal mehr die Chancenverwertung. Mit einem knappen Rückstand von 11:12 ging es zur Halbzeitpause in die Kabinen.

In Halbzeit zwei kam Kissing stärker aufs Feld zurück: über Simon und Toto Schneider gingen sie verdient mit 15:13 in Führung. Wer dachte, der Knoten wäre jetzt geplatzt, wurde aber prompt eines Besseren belehrt. Statt die Führung weiter auszubauen, nahm sich der KSC eine gedankliche Auszeit und ließ Friedberg mit einem 5:0-Lauf wieder in Führung gehen. Trainerin Steiner nutzte das taktische Mittel einer Auszeit, um ihre Mannen wieder in die Spur zu bringen. Der Appell ans Kämpferherz ging zunächst ins Leere und in der 50. Minute stand immer noch der 3-Tore-Rückstand auf der Tafel. In den letzten 10 Minuten legten die Paartaler dann aber einen Schalter um und schafften, trotz zweier Zeitstrafen, über Zechmann den 23:23 Ausgleichstreffer. Die letzten Angriffe von Friedberg verpufften wirkungslos und Kissing erhielt circa 60 Sekunden vor Schluss noch einmal das Angriffsrecht. Der Angriff wurde von den Schiedsrichtern schnell mit dem Zeitspiel geahndet, der sechste und damit der letzte Pass ging zu Bene Lohse auf der Rechtsaußen. Aus dem Nullwinkel nutzte Lohse die letzte Möglichkeit und traf 5 Sekunden vor Schluss zum 24:23 Endstand. Mit diesem Last-Minute-Sieg holt Kissing wichtige Punkte auf sein Konto und baut den Vorsprung auf die hinteren Plätze damit aus.

 

Es spielten:

Kissinger SC

Leuprecht, Tolks (beide TW), Bergner (1), Barth (3/2), Antonitsch (1), S. Schneider (3), Heger (2), Brandl, Zechmann (4), Lohse (3), Bieringer, Buschendorf (1), Zaja (1), T. Schneider (5).

TSV Friedberg III

Eberle (TW), Renner (1), Müller (3), N. Baur (2), Wydra, Klein, Dorsch (1), Schönfeldt, Grünaug, Schiechtl (5), M. Baur (10/7), Fuchs.
 

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