D1: Katzen punkten am Ammersee

Mit 24:19 (11:11) haben die Kissinger Damen gegen ersatzgeschwächte Herrschinger gewonnen. Damit konnten die Handballerinnen in der Landesliga Süd den ersten Saisonsieg feiern.

Ohne die Unterstützung aus der A – Jugend, diese hatte fast zeitgleich ein Spiel in Prien, ging es für den SC an den Ammersee. Die Gastgeberinnen aus Herrsching hatten allerdings lediglich acht Feldspielerinnen zur Verfügung und somit kaum Wechseloptionen. Erleichtert waren dafür die Gäste, denn ihre Spielmacherin Sarah Gottwald konnte auflaufen. Ihre Beschwerden am Knie hatten sich als beherrschbar herausgestellt.

Die Kissinger Abwehr kam aber in den ersten 20 Minuten nur schlecht mit dem Gegner zurecht. Vor allem die Kreisanspiele erwischten sie mehrfach komplett auf dem falschen Fuß. Darum wuchs der Rückstand zunächst kontinuierlich an, das 6:10 nach 20 Minuten ließ Schlimmes befürchten.

Trainerin Anita Steiner hatte dann aber die richtige Idee und stellte die Deckung auf eine 5 – 1– Formation um. Das brachte Herrsching komplett aus dem Konzept, den Oberbayern fehlte die taktische Variabilität, um auf diese Umstellung angemessen zu reagieren. Bis zur Pause kam die gut arbeitende Kissinger Mannschaft somit zum 11:11 Ausgleich.

Im zweiten Durchgang zeigte sich beim Gegner mehr und mehr der Verschleiß. Herrsching konnte kaum wechseln und verlor jetzt immer weiter den Anschluss. Die Kissinger Abwehr hatte das richtige Rezept gefunden, die Vorgezogen Sarah Gottwald und Melli Pusch störten das Aufbauspiel des Gegners effizient. Zudem steigerte sich Torfrau Anki Lang bei zunehmender Spieldauer.

Kissing war defensiv weiter enorm stabil, dem Gegner ging außerdem die Puste aus. Andrea Petsch war auf Herrschinger Seite mit zwölf Treffern mit Abstand am gefährlichsten, da aber lediglich zwei weitere Mitspielerinnen überhaupt einmal ins Kissinger Gehäuse trafen, war dies ein Muster ohne Wert.

Der SC konnte hingegen vorne nicht immer überzeugen, da blieb vieles Stückwerk. Rebecca Gottwald mit sechs und Melli Pusch mit fünf Toren waren die besten Angreiferinnen ihrer Farben. Kissing war nach der Pause stets vorne, ohne sich jedoch klarer absetzen zu können. Die sichere Abwehr, die dann nur acht Treffer zuließ, war aber der Garant für den ersten Saisonsieg.

Das 24:19 Endresultat (11:11) freute Trainerin Steiner sehr: „Diesen Sieg haben sich die Mädels verdient, weil sie zusammengehalten haben und mit großem Willen und Einsatz aufgetreten sind. Nach der Umstellung war die Abwehr hervorragend, ein ganz großes Lob an das Team. Im Angriff dagegen ist noch viel zu tun, da können wir mehr. Doch diese zwei Punkte sind ganz wichtig für uns. Jetzt haben wir zwei Wochen Zeit bis zum nächsten Spiel, und die werden wir nutzen, denn es wartet noch viel Arbeit auf uns.“

 

Lang; Kefer (2); Pusch (5); Eder (2); R. Gottwald (6/1); Huber (3); Osterhuber (1); Kalischko; Kasper; S. Gottwald (4/2); Winter (1); Ruchti.

 

Domenico Giannino

D1: auswärts am Ammersee gefordert

Am Samstag um 18 Uhr geht es für die Kissinger Damen nach Herrsching. Dann wollen die Handballerinnen gegen die heimstarken Oberbayern bestehen.

Denn zu Hause ist die Mannschaft vom Ammersee eine wahre Macht. Das erste Heimspiel der Saison gewann sie mit 24:13 gegen Altötting. Kissing hat in den letzten Jahren kaum einmal Land gesehen gegen diesen Gegner. Zudem hat Herrsching etwas gut zu machen nach der überraschend hohen Niederlage gegen München Laim am letzten Samstag.

Der SC bangt vor der Begegnung um Sarah Gottwald. Die Spielmacherin, welche weite Teile der letzten Saison mit einem Kreuzbandriss verpasst hatte, musste am letzten Samstag bei der Niederlage gegen Simbach mit Knieschmerzen vom Feld. Sicher nicht mitfahren werden Doro Zerbs und Hannah Herrmann aus gesundheitlichen Gründen und Bianca Sirch, die privat verhindert ist.

Kissing konnte bisher noch keine Punkte in der Landesliga einfahren. Trotz einer jeweils guten kämpferischen Vorstellung gab es an den ersten beiden Spieltagen Niederlagen. Gegen die heimstarken Herrschinger, die ja bereits einen Sieg einfahren konnten, sind die Handballerinnen am Samstag sicherlich in der Außenseiterrolle.

Das sieht auch Trainerin Anita Steiner so: „Für uns wird es am Samstag ganz schwer. Herrsching punktet zu Hause eigentlich regelmäßig, und wir haben einige Ausfälle zu beklagen. Hoffentlich können wir weiter mit Sarah Gottwald planen, ihr Fehlen würde uns hart treffen. Noch braucht die Mannschaft angesichts der kurzen Saisonvorbereitung Zeit, um ihr volles Potential entfalten zu können. Das Spiel in Herrsching ist für uns darum zuerst einmal ein weiterer Schritt auf dem Weg dorthin.“

 

Domenico Giannino

Über uns

1950 heben Alfred Kosler und Rudolf Gaß die Handballabteilung des FC Kissing aus der Taufe. 1967 wird der FC-Kissing in den KSC-Kissing umbenannt. Mehr über die Gründung und Geschichte des KSC erfahren Sie hier

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