D1: hohe Hürde zum Rückrundenauftakt

Am Samstag ab 17.30 Uhr kommt der Tabellenführer in die Kissinger Paartalhalle. Die Handballerinnen des SC Kissing haben zum Rückrundenauftakt mit dem HT München also gleich einmal eine schwere Aufgabe zu bewältigen.

Zwölfmal hatte HT gewonnen, ehe der Spitzenreiter am letzten Samstag im Münchner Derby gegen Laim den ersten Punkt abgab. Sicher trifft München der Ausfall von Saskia Putzke, einer der stärksten Spielerinnen und seit Anfang des Jahres auf einer Weltreise, schwer. Aber der Kader der Oberbayerinnen ist dennoch gut besetzt, Kissing wird es gegen die bislang beste Mannschaft der Landesliga sehr schwer haben.

Aber der SC kann auf den vollen Kader bauen. Zudem hat der Neuzugang Daniela Englberger von Haunstetten 2 in dieser Woche die Spielfreigabe erhalten.

Der SC gewann letzte Woche das erste Spiel des Jahres klar gegen Biessenhofen-Marktoberdorf. Damit kletterte er wieder auf Rang vier in der Landesliga Süd. Mit neun Zählern Rückstand auf den Ersten HT München wird er wohl nicht mehr in den Kampf um ganz vorne eingreifen können, unabhängig davon, wie die Begegnung am Samstag enden wird. Zudem hat HT in dieser Saison noch nie verloren.

Aber das hält Trainerin Julia Rawein nicht davon ab, auf die Überraschung zu hoffen: „Unser Ziel sind natürlich zwei Punkte, auch gegen den Tabellenführer müssen wir uns nicht verstecken. Dazu dürfen wir uns aber keine Schwächephasen erlauben, der starke Gegner bestraft das sofort. Unsere Abwehr muss außerdem von Beginn an da sein, nicht so wie im letzten Spiel, als wir eine gewisse Anlaufzeit hatten. Die Aufgabe ist sicherlich sehr groß, aber wir können sie meistern.“

 

Domenico Giannino

 

D1: Heimsieg zum Jahresauftakt

Ein erfolgreicher Hinrundenabschluss gelang den Kissinger Handballerinnen am Samstag. Mit dem 33:27 (15:15) Heimsieg gegen die SG Biessenhofen – Marktoberdorf springen sie auf Rang vier in der Landesliga Süd.

Die Rückkehr von Julia Rawein auf die Kissinger Trainerbank sah ihre Mannschaft mit Anfangsvorteilen gegen ersatzgeschwächte Gäste. Die SG konnte nur acht Feldspieler aufbieten und war zunächst kaum gefährlich gegen die offensive 3-2-1– Deckung der Kissingerinnen. Diese sorgtenmit klugem Spiel über den Kreis und durch viel Druck aus dem Rückraum für eine frühe 6:4 Führung.

Danach erwischten die Gastgeberinnen aber zehn schwächere Minuten. Jetzt agierten sie vorne zu überhastet, in der Abwehr fehlte der Zusammenhalt zwischen den weiter vorgerückten Spielerinnen und denen am Kreis. Darum konnte Biessenhofen mehrfach einfach ungestört von der Seite vors Tor laufen und holte sich nach dem 7:7 sogar seine erste Führung im Spiel.

Kissing sah sich durch eine direkte rote Karte für Sarah Gottwald nach 23 Minuten dezimiert. Die Mitte hatte bei einer Abwehraktion eine Gegnerin unglücklich von der Seite getroffen und so aus dem Gleichgewicht gebracht, aber eventuell hätte eine Zeitstrafe als Sanktion genügt.

Bis zur Pause stand die Kissinger Deckung besonders gegen die beiden wurfgewaltigen Halben und die durchsetzungsstarken Außen schlecht. Das Resultat waren viele Gegentore und ein ausgeglichener Spielverlauf. Dieser spiegelte sich auch im 15:15 Halbzeitstand wider.

Der SC stellte jetzt defensiv um, im Mittelblock spielte nun Hannah Ruchti. Sie und ihre Mitspielerinnen machten ihre Sache hervorragend. Biessenhofen kam jetzt bei eigenem Ballbesitz mit der aggressiven offensiven Deckung nicht mehr zurecht. Die Lücken aus Hälfte eins waren geschlossen, die Gäste schafften ihr zweites Tor nach der Pause erst in Minute 42. Kissing zog durch die geschickten Einzelaktionen und die Übersicht von Franziska Osterhuber und Hannah Ruchti immer weiter davon.

Das 22:16 nach 40 und das 27:20 nach 50 Minuten stellten die Weichen Richtung Heimsieg. Mit dem deutlichen 33:27 (15:15) Erfolg klettert der SC sogar wieder auf Rang vier.

Rückkehrerin Julia Rawein war mit ihrem erneuten Einstand als Coach mehr als zufrieden: „Die Umstellungen in der Pause haben super geklappt. Danach hat die Mannschaft defensiv viel mehr Stabilität bekommen, vor allem dank der mannschaftlichen Geschlossenheit und der tollen Einzelleistung von Hannah Ruchti. Vorne haben wir variabel gespielt und regelmäßig die Außen und den Kreis gut eingesetzt.“

 

Lang; Kefer (7/3); Pusch (3); Eder (5); Huber (3); Osterhuber (4); Sirch; Ruchti (3); S. Gottwald (2/1); Winter (6/1); L. Neumeier; Lenz; Kalischko.

 

 

Domenico Giannino

 

 

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1950 heben Alfred Kosler und Rudolf Gaß die Handballabteilung des FC Kissing aus der Taufe. 1967 wird der FC-Kissing in den KSC-Kissing umbenannt. Mehr über die Gründung und Geschichte des KSC erfahren Sie hier

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