D1: Katzen auch für Laim „unstoppable“

Die Kissinger Damen haben ihre Siegesserie in der Landesliga auch gegen den Tabellenzweiten München Laim fortsetzen können. In einem hochklassigen und temporeichen Handballspiel setzten sie sich mit 35:32 (19:17) durch.
Zwar missriet ihnen gegen die technisch starke Mannschaft aus München der Start. Doch nach dem frühen 0:3 fing sich der KSC rasch und war Laim ein mindestens ebenbürtiger Gegner. Der Zweite hatte seit Oktober nur einen Zähler abgegeben und lag vor dem Spiel nur zwei Zähler hinter der Tabellenspitze. Kissing aber kam mit dem Rückenwind von sechs Siegen am Stück in die Partie und wollte sich keinesfalls verstecken.
Trotz der verletzungsbedingten Ausfälle von Irmi Kefer und Doro Zerbs hatte Kissing in der Folge mehr vom Spiel. Die offensive Abwehr funktionierte gut gegen den schnellen Rückraum der Gäste, die sich so immer wieder festrannten. Vorne half die taktische Maßnahme Kissing enorm, dass aus dem Rückraum auf einen zweiten Kreisläufer ausgelöst wurde. So kam vor allem Anne Huber mehrfach frei aus sechs Metern zum Abschluss. Sarah Gottwald und Hanna Ruchti verteilten aus dem Rückraum gekonnt die Bälle.
Zudem konnte sich Torfrau Anki Lang mehrfach auszeichnen. Nach dem 9:9 hielt sich gleich zwei Siebenmeter, auch von Außen konnte sie viele Versuche abwehren. Darum übernahm der KSC jetzt die Führung, er konnte bis auf 12:9 wegziehen. Bis zur Pause waren die Gastgeberinnen dann stets mit zwei oder drei Treffern vorne, das 19:17 zeigte die Kissinger Klasse.
Eine taktische Umstellung bereitete den Damen dann aber kurz Probleme. Laim spielte jetzt mit einer offensiveren 5-1-Abwehr und hatte sich auch viel besser auf das Kissinger Auflösen an den Kreis eingestellt. Doch die 20:19 Gästeführung war bald wieder egalisiert.
Ein Unterschied zwischen den beiden Teams war an diesem Tag die Torhüterleistung. Beide Torfrauen der Gäste bekamen kaum einen Ball zu fassen, Kissings Lang dagegen sollte gleich vier Siebenmeter abwehren und mehrere freie Würfe aus sechs Metern. Auch darum waren die Gastgeberinnen nach 40 Minuten wieder mit 23:22 und nach 50 mit 29:27 vorne.
Laim hielt immer wieder mit schönen Aktionen dagegen, wenn der KSC den Gästen Platz ließ, nutzte er den gekonnt aus. Die Hereinnahme von Daniela Englberger auf Linksaußen sorgte für zusätzliche Optionen, denn sie konnte mehrfach auf die Halbposition kreuzen und von dort mit präzisen Abschlüssen wichtige Treffer markieren.
So konnte der KSC mit dem 34:29 kurz vor Schluss eine Vorentscheidung schaffen. Der viel umjubelte 35:32 (19:17) Heimsieg lässt die Kissingerinnen nun schon das siebte Mal hintereinander siegreich bleiben. .
Trainerin Julia Rawein war begeistert: „Die Mannschaft hat taktisch sehr diszipliniert gespielt und immer eine Antwort auf die Maßnahmen des Gegners gehabt. Die Nervenstärke bei den Siebenmetern hat auch etwas den Unterschied gemacht, denn wir haben alle unsere Versuche verwandeln können. In einem unterhaltsamen Spiel auf hohem Niveau haben wir insgesamt fast keine Fehler gemacht und uns einen schönen Sieg erkämpft.“

Lang; Eder (3); R. Gottwald (5); Huber (9); Osterhuber; Ruchti (1); Englberger (4); Pusch (2); S. Gottwald (9/2); Winter (2).
Domenico Giannino

D1: LaimerLadies zu Gast bei den Katzen

In der Landesliga geht es für die Kissinger Damen am Sonntag gegen den Zweiten. Die Handballerinnen messen sich in der Paartalhalle mit München Laim ab 15 Uhr.
Mit dem Rückwind von sechs Siegen in Folge geht der Vierte in das Heimspiel. Wenn für die Damen des KSC in der Landesliga noch etwas gehen sollte Richtung Aufstieg, dann sind die beiden nächsten Begegnungen von enormer Bedeutung. Denn Kissing trifft jetzt nacheinander auf den Zweiten Laim und den Dritten Landshut.
Aber für den Sonntag muss der KSC zwei Ausfälle hinnehmen. Doro Zerbs hat sich am Knie verletzt, Irmi Kefer verpasst das Heimspiel wegen einer Fingerverletzung, die sie im letzten Training erlitten hat. Das ist ärgerlich, da der KSC fast die gesamte Saison über von Verletzungen verschont geblieben war, nur um dann gleich zwei wichtige Spielerinnen direkt vor dem Verfolgerduell zu verlieren.
Laim und der KSC sind in der Rückrunde beide noch ungeschlagen. Am Sonntag treffen die einzigen beiden Teams der Landesliga aufeinander, welche mit 8:0 Punkten in die zweite Halbserie gestartet sind. Der Kissinger SC ist gegen Laim sicherlich Außenseiter, die Münchnerinnen haben in der letzten Saison nur sehr knapp in der Relegation den Aufstieg verpasst. Laim hat das letzte Mal am vierten Spieltag im Oktober verloren, in den nächsten 13 Spielen gaben die Oberbayern nur im Duell mit HT München, dem Tabellenführer, einen Zähler ab.
Trainerin Julia Rawein freut sich auf das Verfolgerduell: „Wir werden sicher Wege finden, unsere beiden Verletzten zu kompensieren, da sind wir erfahren genug. Wir brauchen einen ähnlichen Sahnetag wie gegen HT München, dann ist am Sonntag alles möglich. Die Motivation gegen Laim ist natürlich sehr hoch, unsere Siegesserie soll auch gegen den starken Tabellenzweiten halten.“

Domenico Giannino

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1950 heben Alfred Kosler und Rudolf Gaß die Handballabteilung des FC Kissing aus der Taufe. 1967 wird der FC-Kissing in den KSC-Kissing umbenannt. Mehr über die Gründung und Geschichte des KSC erfahren Sie hier

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