M1: Last-Minute-Unentschieden in Bobingen

Mit einem 24:24-Unentschieden (Halbzeit 11:9) trennen sich die Kissinger Herren und der TSV Bobingen.

Von Beginn an entwickelte sich ein körperbetontes Spiel zweier defensiver Abwehrreihen. Beide Mannschaften agierten mit 100 Prozent Körpereinsatz, blieben aber stets fair. Bei Bobingen wie auch bei Kissing blieben zunächst einige gute Chancen liegen, Ursache dafür war ein exzellent geführtes Torhüterduell in beiden Gehäusen. Die Paartaler hatten in dieser Phase aber leichte Vorteile: das Mittelblockgespann Zaja/Schneider rührte fleißig Beton an und zwang den TSV ins Zeitspiel. Nur selten erlösten sich die Hausherren mit einem Torerfolg nach dem passiven Vorwarnzeichen. Neuzugang Tobi Fuchs, der sein Comeback im KSC-Trikot gab, brauchte anfangs etwas Zeit zum Akklimatisieren, dann aber netzte er dreimal in Folge zur 9:8 Führung ein. Zur Halbzeit führten die Gäste dann mit 11:9.

Dieser Vorsprung blieb dann bis zur 44. Minute bestehen, Kissing hatte im ebenbürtigen Duell immer noch leichte Vorteile. Der Einbruch kam dann nach der Verletzung von Bene Lohse, der ohnehin schon schultergeschädigt sich bei einer Abwehraktion die Schulter auskugelte. Diese Aktion lähmte den KSC sichtlich und gab Bobingen wieder Luft zum Atmen. Von einem aus Bobinger Sicht 15:18 Rückstand kämpften sich die Singolstädter auf 19:19 ran und gingen dann sogar mit 22:19 in Führung. In der 55. Minute fiel dann das scheinbar vorentscheidende 24:20 für den TSV und die Zuschauer feierten ihre Mannschaft für dieses Comeback. Diese Rechnung hatten sie allerdings ohne die Kissinger gemacht, die dieses Spiel nicht für eine Sekunde abschrieben. Eine weiße Abwehrwand mit Nico Tolks dahinter verhinderte ein erfolgreiches Bobinger Angriffsspiel und zwang die Hausherren zu Notwürfen. Clevere Auslösehandlungen im Angriff brachte den KSC in gute Wurfpositionen, Zechmann und Fuchs vollstreckten – 22:24 und noch 2 Minuten. Simon Schneider netzte 40 Sekunden vor Schluss über die Linksaußen zum 23:24 Anschlusstreffer ein, das Bobinger Publikum verstummte. TSV-Trainer Stadlmeir nutzte sein verbleibendes Team-Time-Out, um sein Team auf die letzten 30 Sekunden einzustimmen. Was immer auch der Plan war, er misslang. Kissing ging in die offensive Manndeckung. Antonitsch spitzelte den Ball heraus zu David Zaja, der direkt in den Gegenstoß ging und nur regelwidrig aufgehalten werden konnte. Den anschließenden Siebenmeter versenkte 10 Sekunden vor Schluss Tobi Fuchs zum 24:24 Endstand.

„Ein Punktgewinn in Bobingen, das gab´s noch nie“, freute sich Betreuer Christian Steiner nach dem Spiel über das Last-Minute-Unentschieden. Die Punkteteilung ist nur gerecht, da es ein Duell auf Augenhöhe war und keine Mannschaft sich entscheidend absetzen konnte.

 

Es spielten: Leuprecht, Tolks, Krais (alle TW); Fuchs (6/1), Bergner (1), Barth (3), Antonitsch (3/2), Schneider (2), Brandl (1), Zechmann (2), Lohse (3), Buschendorf (1), Kupfer, Zaja (2).
 

Schreib einen Kommentar

Über uns

1950 heben Alfred Kosler und Rudolf Gaß die Handballabteilung des FC Kissing aus der Taufe. 1967 wird der FC-Kissing in den KSC-Kissing umbenannt. Mehr über die Gründung und Geschichte des KSC erfahren Sie hier

Social Media