M1: Sieg im Pokalviertelfinale – aber mit bitterem Beigeschmack

Zwei Wochen vor Saisonbeginn ging es für die Männer des Kissinger SC zum Pokalviertelfinale nach Prien am Chiemsee. Im Viertelfinale des BHV-Pokals wurden für diese Runde drei Mannschaften ausgelost: Gastgeber TuS Prien, SC Unterpfaffenhofen/Germering und der Kissinger SC. Im Modus Jeder-gegen-Jeden warteten somit zwei Spiele auf Kissing.

Im 1. Spiel hatte es der KSC mit der SC Unterpfaffenhofen / Germering zu tun. Eigentlich eine BOL-Mannschaft, jedoch schickte der SC auf Grund eines Turniers am Vortag hauptsächlich die zweite Mannschaft – gespickt mit drei Spielern der Ersten – zum Pokal.

Die SC UG hatte bereits ein Spiel in den Knochen und ging nach einer 30-minütigen Pause in die Partie gegen Kissing. Kissing nutzte diese Müdigkeit von Beginn an aus und zog bereits nach 10 Minuten auf 5:1 davon. Zusätzlich zur körperlichen Dominanz zeigte sich der KSC auch in den taktischen und technischen Belangen überlegen. Zur Pause stand es bereits 14:8, bis zum Schlusspfiff wurde es dann ein deutlicher 30:18-Sieg. Trainerin Steiner lobte in diesem Spiel vor allem die über 60 Minuten konzentrierte Leistung der Mannschaft.

Jetzt hatte der Kissinger SC nur die kurze Pause vor dem nächsten Spiel gegen den Gastgeber TuS Prien. Bis zur 22. Minute zeigte sich diese ungewohnte Belastung auch im Angriff- und Abwehrspiel des KSC und Kissing lief permanent dem Rückstand hinterher. Im Angriff zu ungeduldig, in der Abwehr keinen Zugriff auf die zweikampfbegeisterten Priener Spieler gefunden – das war das Fazit im Team-Time-Out von Trainerin Steiner. Diese Auszeit und die genauen Ansagen zeigten Wirkung: aus einem 5:8 Rückstand starteten die Kissinger trotz zwischenzeitlicher Unterzahlsituation einen 4:0 Lauf und gingen in der 23. Minute das erste Mal im Spiel mit 9:8 in Führung. Zur Halbzeit wurde dieser Vorsprung auf 13:10 ausgebaut.

Gleich zu Beginn der 2. Hälfte zog Jungtorhüter Sebi Krais mit drei gehaltenen Siebenmetern in Folge Prien den Zahn und ermöglichte mit diesen Paraden den Ausbau des Vorsprungs auf 20:13. In dieser Phase funktionierte vor allem die 1. und 2. Welle exzellent und war für Prien schier unmöglich zu verteidigen. Das Horrorszenario ereignete sich dann in der 45. Minute: ohne Gegeneinwirkung verdrehte sich der bis dato 16-fache Torschütze Felix „Shelly“ Heger bei der Landung das Knie, das Turnier war für ihn beendet. Kurz darauf fiel ein Priener Spieler im Zweikampf Tobi Barth ins Knie und auch für Tobi ging es nicht mehr weiter. Als wäre es nicht schon genug, blieb Rückraumspieler Philip Zechmann in der nächsten Abwehraktion mit dem Finger hängen und konnte auch nicht mehr weiterspielen. Die gute Nachricht bei ihm: gebrochen ist aber nichts, daher wird er bald wieder ins Training einsteigen können. Wie lange die anderen beiden Rückraumspieler Felix und Tobi ausfallen, ist bisher unklar.

Die drei Rückraum-Ausfälle innerhalb von fünf Minuten zeigten auch eine Auswirkung auf das restliche Team: nicht mehr zu 100 Prozent bei der Sache ließ der KSC etliche gute Chancen liegen und ermöglichte dem TuS eine Aufholjagd bis zum 20:18. Kreisläufer Julius Brandl setzte der Kissinger Torflaute dann in der 55. Minute ein Ende und angepeitscht von der motivierten Kissinger Bank brachte der KSC den Vorsprung noch ins Ziel. Das Endergebnis von 23:22 kürte Kissing zum Sieger der Viertelfinalrunde und qualifiziert den KSC auch für das Halbfinale.

Trainerin Anita Steiner zeigte sich nach den Spielen mit gemischten Gefühlen: „Ich bin heute riesig stolz auf die Jungs, die bis auf knapp 20 Minuten in den zwei Spielen eine hochkonzentrierte Leistung gezeigt haben. Auch der Turniersieg ist natürlich eine super Motivation für die kommende Saison. Die Verletzungen treffen unser Team aber natürlich extrem hart. Wir müssen hoffen, dass es für Felix und Tobi bald wieder weitergeht.“

Es spielten: Krais, Leuprecht, Tolks (alle TW); Ußling (2), Bergner (4), Barth (6/1), Antonitsch (4); Heger (16/3), Brandl (3), Zechmann (5), Lohse (3); Buschendorf (8); Kupfer, Cless, Zaja.

 

Wir wünschen unseren Spielern gute Besserung und hoffen euch bald wieder auf der Platte zu sehen!

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