D1: Niederlage gegen den Vize-Meister

Lange Zeit haben die Kissinger Handballerinnen ihrem Gegner aus Vaterstetten alles abverlangt. Erst, als ihnen in der Schlussphase die Kräfte ausgingen, konnte sich der Vizemeister der Landesliga absetzen und schließlich das letzte Saisonspiel mit 25:32 (16:15) für sich entscheiden.

In der aufgeheizten Kissinger Paartalhalle kämpfte Vaterstetten um seine letzte kleine Chance, doch noch als Meister direkt aufzusteigen. Dazu hätten die Oberbayern einen Sieg gebraucht, gleichzeitig hätte Haunstetten 2 sein Heimspiel gegen Taufkirchen verlieren müssen. Wie sehr die Gäste an dieses Szenario glaubten, verdeutlicht die Tatsache, dass ihre gesamte Bank während des Spiels weiße T – Shirts mit dem Aufdruck „Landesliga Vize – Meister 17/18“ trug.

Kissing war in der ersten Hälfte die bessere Mannschaft. Sportlich ging es für den Zehnten schon länger um nichts mehr, aber für das letzte Saisonspiel hatte er sich dennoch einiges vorgenommen. Der starke Rückraum um Irmi Kefer, Anne Huber und Sarah Gottwald machte einige schöne Tore. Das Tempospiel funktionierte meist, auch die Anspiele an die Kreisläuferin Kathrin Winter kamen oft an. Somit führte der SC fast durchgehend im ersten Durchgang, zur Pause schaffte Anne Huber mit einem beherzten Alleingang kurz vor der Sirene die Führung zum 16:15.

Nach dem Wechsel kam Vaterstetten aber immer stärker auf. Die Gäste konnten ein enormes Tempo gehen, ihre blitzschnellen Gegenangriffe zwangen die Kissinger, ebenfalls Handball auf der Überholspur zu spielen. Und nach gut 40 Minuten fehlte den Damen dazu langsam die Kraft. Ab dem 22:22 hatte Vatersteten so immer größer werdende Vorteile.

Denn jetzt hatte Kissing vorne enorme Probleme. Die starke Gästetorhüterin konnte viele Bälle entschärfen, häufige Ballverluste und Abstimmungsschwierigkeiten sorgten dafür, dass dem SC in der letzten Viertelstunde kaum noch Tore gelangen. Vaterstetten hingegen nutzte jeden Fehler durch schnelle Konter aus, nach dem 25:22 wuchs der Vorsprung des Vizemeisters jetzt unaufhaltsam an.  

Schließlich musste sich der SC in die 25:32 (16:15) Niederlage fügen. Mit zehn Siegen und drei Unentschieden belegen die Handballerinnen in der Landesliga Süd nach 26 Spielen Rang zehn. Mit dem Abstieg hatte Kissing aber in dieser Saison nie etwas zu schaffen.

Trainerin Julia Rawein zieht eine positive Bilanz: „Wir haben lange gut mitgehalten und waren spielerisch über weite Strecken sogar das bessere Team. Erst, als wir das enorm hohe Tempo von Vaterstetten nicht mehr mitgehen konnten, gerieten wir langsam ins Hintertreffen. Jeder im Kader kam heute zum Einsatz, und jeder hat auch seine Sache gut gemacht. Schließlich haben wir ein Spitzenteam lange vor große Probleme gestellt.“

Lang; Ottens; Kefer (6/1); Pusch; Eder (2); Huber (7); Lackner (1); Kalischko; Meißner (3/1); Gottwald (3/1); Winter (1); Herrmann; Sirch; Seitz (2).

 

Domenico Giannino (gia)

D1: Saisonabschluss in heimischer Halle

Zum letzten Saisonspiel empfangen die Kissinger Damen mit dem TSV Vaterstetten eine Mannschaft, die in der Landesliga sogar noch auf den ersten Platz springen kann. Ab 14 Uhr entscheidet sich darum in der Paartalhalle auch mit, wer den Meistertitel gewinnt.

Denn Vaterstetten hat am vergangenen Wochenende das Rennen um den ersten Rang mit einem beeindruckenden 35:20 Heimsieg gegen Haunstetten wieder spannend gemacht. Die Augsburger stehen somit noch nicht als Aufsteiger fest, und falls sie ihr letztes Spiel gegen Taufkirchen verlieren sollten, könnte Vaterstetten sie mit einem Sieg in Kissing noch überholen. Aber der TSV hat den zweiten Rang, der zur Teilnahme an den Relegationsspielen berechtigt, auf jeden Fall sicher.

Kissing geht als Zehnter ins letzte Saisonspiel. Am vergangenen Wochenende kassierten die Handballerinnen eine unglückliche Heimniederlage gegen München Laim. Jetzt wollen sie sich gegen den Favoriten aber besser präsentieren.

Dabei kann der SC in Bestbesetzung auflaufen. Der sechste Rang ist nur zwei Zähler entfernt für den Zehnten, der sich nach unten nicht mehr orientieren muss. Mit einem Coup gegen eine starke Vaterstetter Mannschaft könnte sich Kissing somit unter Umständen noch um einige Ränge verbessern.

Aber das wird eine harte Aufgabe, warnt Trainerin Julia Rawein: „Haunstetten, den souveränen Tabellenführer, mit 15 Toren aus der Halle zu werfen ist keine Kleinigkeit. Vaterstetten hat eine beeindruckende Saison gespielt. Unser nächster Gegner ist läuferisch sehr stark, er nutzt jede Lücke aus und spielt immer volles Tempo. Wir müssen besonders seine zweite und seine dritte Welle in den Griff bekommen, da ist Vaterstetten besonders gefährlich. Natürlich wollen wir uns mit einem guten Resultat von unseren Fans verabschieden, wissen aber, dass es gegen dieses Spitzenteam extrem schwer werden wird.“

 

Domenico Giannino (gia)

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1950 heben Alfred Kosler und Rudolf Gaß die Handballabteilung des FC Kissing aus der Taufe. 1967 wird der FC-Kissing in den KSC-Kissing umbenannt. Mehr über die Gründung und Geschichte des KSC erfahren Sie hier

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